Lebensmittelallergie oder Pseudoallergie, Unverträglichkeit,    Intoleranz?

Es herrscht eine verwirrende Vielzahl von Begrifflichkeiten, die ich zunächst einmal klären möchte:

Unter "Lebensmittelunverträglichkeit" verstehen wir unterschieds-  los alle unangenehmen Reaktionen des Körpers auf bestimmte Lebensmittel.

Wie gehen wir damit um? Normalerweise erfolgt sofortige Selbst-    hilfe, wenn man erkannt hat, wer der "Übeltäter" war (was häu- fig nicht so ganz einfach ist): Man läßt das unverträgliche Lebens-   mittel vorerst weg - und schon ist man die Beschwerden vorder-    gründig los

War's das dann? Nicht so ganz, denn von größter Bedeutung ist         die Frage: War das Immunsystem mitbetroffen oder nicht? Sprich:    War es eine richtige allergische Reaktion oder eine Pseudo- allergie? Denn: Dieses abzuklären, ist für die folgende Therapie      sehr wichtig.

- Echte Lebensmittelallergien sind immer ImmunglobulinE- (IgE-) vermittelt, d.h. es sind speziell nachweisbare Antikörper im Blut.

Hier reichen bereits kleinste Mengen aus, um das Immunsystem      zu reizen und eine heftige "Attacke" auszulösen. Auslöser sind Eiweiße oder Verbindungen aus Eiweiß und Kohlenhydraten wie      z.B. in Milch, Ei, Fisch, Getreide, Obst, Nüssen oder Gemüse enthalten. Das Hühnerei beispielsweise enthält 5 unterschiedliche Eiweiße, die allergologisch von Bedeutung sein können.

Bei den Pseudoallergien (Lebensmittelintoleranzen oder Mal- absorptionen) hingegen ist das Immunsystem nicht beteiligt. Es werden also keine Antikörper gebildet, der Allergietest fällt somit negativ aus. Das Ausmaß der Beschwerden ist stark mengen-abhängig und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Zu           diesen Pseudoallergien zählt beispielsweise die Milchzucker-unverträglichkeit (Lactoseintoleranz oder -malabsorption), die Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fructosemalabsorption) und die Histaminunverträglichkeit.

Wenn von Ihrem Arzt eine klare Diagnose gestellt wurde, d.h. der/      die Auslöser bekannt sind, die Symptome von anderen Ursachen sauber abgegrenzt wurden, dann kann die ernährungstherapeutisch Behandlung begonnen werden ...

Und wenn Ihr Arzt keine klare Diagnose stellen konnte: In diesem    Fall hilft eine saubere Ernährungsanamnese und die professionelle Auswertung  eines Ernährungs- und Symptomentagebuches, um das/die Allergene ans Licht zu bringen. Seien es pollenassoziierte Nahrungsmittelallergene, die berühmten Kreuzreaktionen o.ä. 

Ich helfe Ihnen gerne bei Ihren Bemühungen, Ihre Beschwerden
so gut wie möglich loszuwerden - ohne sich dabei in eine Mangel-ernährung oder ähnliches hinein zu katapultieren
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