Herz-Kreislauf-Krankheiten

d.h. ursächliche Erkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen,  Bluthochdruck (Hypertonie) und deren Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose (insbesondere die Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße) zählen zusammen mit dem Übergewicht          zu den gefährlichsten Risikofaktoren für unsere Gesundheit -           dabei wären sie in den meisten Fällen durch gesunde Ernährung hervorragend regulierbar - wenn man weiß, wie es         geht!

Das folgende Beispiel mag Ihnen zeigen, worauf es ankommt und wie man therapeutisch - und präventiv! - vorgehen kann: 


Fettstoffwechsel und Durchblutungsstörungen

D
ie
meisten Störungen des Stoffwechsels, die zu Durchblutungs- störungen führen
, sind ernährungsbedingt
. Sie stehen oft in Zu- sammenhang mit Übergewicht, Bewegungsmangel und erhöhtem Alkoholkonsum


- das Rauchen

- der Bluthochdruck

- falsche Ernährung

- ungesunde Lebensweise mit wenig körperlicher Bewegung.


Heimtückisch an der arteriellen Durchblutungsstörung ist, dass           sie nahezu alle Arterien und somit alle Organe wie z. B. Arm,         Auge, Bein, Darm, Finger, Fuß, Gehirn, Hand, Herz, Innenohr,          Kopf, Niere) betrifft: Alle diese Organe benötigen eben eine aus- reichende Blutversorgung!

Leider schreitet eine Durchblutungsstörung auf leisen Sohlen unbemerkt   und kontinuerlich voran, vom Patienten lange Zeit unbemerkt: Beschwerden treten häufig erst dann auf, wenn die      Arterien schon zu mehr als der Hälfte eingeengt sind.

Früher wurde für die Entstehung der Durchblutungsstörung einzig      das Cholesterin ausfindig gemacht - mit der Folge, daß der Nor-   malwert für das Blutcholesterin immer weiter herabgesetzt wurde,     der Verzehr von Butter und Eiern etc. verteufelt wurde. Und natürlich wurden Medikamente gegen das zu hohe Cholesterin verschrieben.

Heute hat man dazu differenziertere Ansichten als früher, man         weiß, daß das Ansteigen des Cholesterins mit zunehmendem       Alter normal bzw. (sofern es das "gute" Cholesterin ist) sogar er-  strebenswert ist. Und man hat erkannt, daß eine ausgewogene,        der jeweiligen Fettstoffwechselstörung angepaßte Ernährung      hohe  Cholesterinwerte weitaus erfolgreicher zu  senken vermag    als  jede (mit Nebenwirkungen behaftete!) alleinige medikamentöse Therapie. Damit können in einem Ernährungsplan zur Senkung erhöhter Blutfettwerte  durchaus moderate Mengen an Eiern,         Butter, in einigen Fällen (bitte aber maßvoll!) auch Rotwein ent-      halten sein. Allerdings gibt es da auch Ausnahmen: So sind z.B.        die seltenen sog. primären familiären Hypercholesterinämien           (hier handelt es sich um vererbte Erkrankungen mit teilweise     exzessiv hohen Cholesterinwerten) ernährungstechnisch kaum beeinflussbar. Diesem entsprechend hohen Arteriosklerose-         Risiko kann man leider nur medikamentös begegnen.  


Aufgaben der Blutfette

Im Organismus sind die Blutfette Cholesterin und Triglyceride mehr als notwendig: Sie spielen eine wesentliche Rolle für den Energie-haushalt, sind aber auch für den Hormonhaushalt, für den Zellauf-      bau sowie und die Produktion verdauungsfördernder Gallensäuren     von großer Bedeutung. Schädlich werden sie erst, wenn im Blut zu   viel von ihnen enthalten ist. Im Blut -als einem wässrigen System- können Fette nur transportiert werden, wenn sie sich an wasser- lösliches Eiweiß binden. Solche Eiweiß-Fett-Verbindungen nennt      man Lipoproteine. Sie werden im Darm und in der Leber gebildet       und haben unterschiedlichste Aufgaben

- LDL (=Low-Density-Lipoprotein mit niedriger Dichte) versorgt          die Zellen mit Cholesterin. Wenn die Konzentration im Blut erhöht       ist, lagert sich Cholesterin an den Gefäßwänden ab und trägt zur Entstehung von Atherosklerose (Gefäßverkalkung) bei. LDL wird deshalb auch als "böses" Cholesterin bezeichnet.

- HDL (High-Density-Lipoprotein mit hoher Dichte) nimmt über-  schüssiges Cholesterin aus Blut und Gefäßwänden auf und transportiert es zur Leber zurück, wo es abgebaut wird. Wegen      dieser Eigenschaften wird es auch das "gute" Cholesterin genannt.

- Lipoprotein a ähnelt von der Zusammensetzung dem LDL und erhöht ebenfalls das Risiko für atherosklerotische Gefäßver- änderungen.

- Triglyceride, die sog. Neutralfette werden aus dem tiefliegenden visceralen Fettgewebe (Bauchraum) insbesondere dann ausge- schüttet, wenn Stresshormone (Adrenalin) durch Angst, Ärger,           Wut und psychischen Stress  im Spiel sind. Diese Triglyceride       werden vorrangig in der Muskulatur verbrannt, dienen also der    direkten Energieversorgung. Fehlt die Bewegung, verbleiben sie zirkulierend im Blut und schädigen die Gefäßwände. Ihr Anteil am Blutfett sollte daher nicht zu hoch sein.

Die Mehrzahl der Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipidämien) resultiert aus einer Kombination erboicher und nutritiver Faktoren.      Der äußerst komplexe und damit störanfällige Fettstoffwechsel        ist stark einflußbar: Übergewicht führt meist zu erhöhten Triglycerid-   und LDL-Cholesterin und  zu niedrigen HDL-Cholesterin.                    Ein hoher LDL-Spiegel ist eier der wichtigsten Risikofaktoren für         die koronare Herzkrankheit (KHK). Übrigens: Fast  50% aller Todesfälle bei Diabetikern sind genau dieser KHK zuzuschrei-          ben!


Omega-Fettsäuren und ihre Bedeutung für die Arteriosklerose 

Chronische Störungen der Eliastizität der Gefäßwände sind die Voraussetzung für die Entstehung der Arteriosklerose. Die Fähig-     keit zur Gefäßerweiterung stellt einen wichtigen physiologischen Anpassungsmechanismus dar. Diese Fähigkeit ist allerdings bei Patienten mit arterieller Hypertonie, bei Fettstoffwechselstörungen     und Diabetes geschwächt. Mechanische Reize, immunologische     oder entzündliche Prozesse begünstigen dann die Einwanderung      von Leukozyten aus dem Blutstrom in die innere Gefäßwand und       die Bildung arteriosklerotischer Ablagerungen.

Bei der Beurteilung von Nahrungsfettten (sie bestehen immer aus jeweils 3 Fettsäuren) sind Art und Zusammensetzung der Fettsäu-   ren entscheidend dafür, ob ein Fett den Stoffwechsel der Lipopro-    teine im Blut positiv, neutral oder negativ beeinflußt. Tierische Fette   -sie bestehen überwiegend aus gesättigten, kürzeren Fettsäuren- wirken überwiegend cholesterin-erhöhend, pflanzliche Fette -sie bestehen meist aus langen, ungesättigten Fettsäuren- wirken eher senkend. Früher forderte man pauschal eine höhere Aufnahme  pflanzlicher Fettsäuren. Heute weiß man, daß es bei  den pflanz-    lichen Fettsäuren insbesondere auf die sog. Omega-3-Fettsäuren ankommt: Diese kommen insbesondere in Ölen (und auch Kalt- wasserfischen) vor, sind wichtige Bestandteile jeder Zellmembran     und bilden zugleich Vorstufen sog. Gewebshormone, welche gefäßerweiternd, entzündungshemmend und am Herzmuskel so-       gar direkt anti-arrhythmisch wirken. Die pflanzlichen Omega-6-Fettsäuren hingegen können das genaue Gegenteil bewirken: Werden sie mit der Nahrung zuviel aufgenommen, bilden sich ver-   mehrt gefäßverengende, entzündungsfördernde  Gewebshormone.  Aus diesem Grund wird ein Verhältnis von Omega-3-  zu Omega-6-Fettsäuren heute von etwa nicht mehr als 5 : 1 als das günstigste angenommen, insbesondere dann, wenn eine genetische Vorbe-   lastung zu Fettstoffwechsel- oder Durchblutungsstörungen vorliegt.    

   

Was ist in diesem Fall zu tun?                  

Hier hilft nur eines: Vermeidungsstrategie in Eigeninitiative!

Im Klartext: Der genetische Nachteil muß durch eine ausgespro-      chen disziplinierte Lebensführung ausgeglichen werden. Mehr          denn je angesagt ist dann ein Lebensstil ohne Fehlernährung,          ohne körperliche Inaktivität, ohne "schlecht verdauten"  Stress,         ohne hohen Konsum an Nikotin und (in manchen Fällen gänzlich) ohne Alkohol. Auf diese Weise werden sich die negativen Folgen Ihrer genetischen Veranlagung zu Durchblutungsstörun-       gen erst später zeigen, vielleicht sind Sie sogar in der Lage, sie        ganz  zu vermeiden. Und: Ein disziplinierter Lebensstil ist auch         dann das probate Mittel, wenn bereits Durchblutungsstörungen eingetreten sind!  

Wenn also zwischendurch mal „gesündigt“ wurde, ist schleunigst      wieder die Lebensstil-Änderung angesagt, d.h. es ist eine fett-     moderate, gesund  heitsfördernde Ernährung angesagt mit mög-    lichst kaum Alkohol, einer ver- mehrten sportlichen Betätigung                und einem Verzicht auf Nikotin. Diese einfachen Maßnahmen                sind ungleich wirksamer als jede sofortige medikamentöse oder operative Therapie! Und: Sie sind billig, sie kosten nichts!

Selbstverständlich darf daneben die fachgerechte Behandlung              eines Bluthochdrucks oder einer Zuckerkrankheit nicht vergessen   werden.


Können Sie dieses Wissen nun in Eigenregie in die Tat umsetzen?

Wenn Sie damit Schwierigkeiten haben:                                        

Ich helfe Ihnen gerne! Ich zeige Ihnen, wie und mit welchen Lebensmitteln  Sie es richtig machen können!