Magen-Erkrankungen

Stress, ordentlich viel Hektik und Hetze lassen bei vielen Menschen Magen und Darm gereizt reagieren. Wenn Sie also auch zu den Menschen gehören, die sich schon durch Kleinigkeiten aus der       Ruhe bringen lassen, kein dickes Fell besitzen und in kritischen Situationen nicht gerade gelassen reagieren, dann sollte zumin-       dest Ihre Ernährung "stimmen" ...

Magengeschwüre, gutartige Magenwanddefekte, entwickeln sich,      von einer bakteriellen Ursache mal abgesehen, zusammen mit         dem eiweiß-spaltenden Enzym Pepsin gerne in Anwesenheit von Magensäure - welche durch Stress und falsche Ernährung verstärkt ausgeschüttet wird!

Bei der chronischen Gastritis ist das Abwehrsystem des Magen    bereits geschwächt, die Durchblutung herabgesetzt und die Magen- saftbildung als auch -sekretion deutlich reduziert. Unter diesen Voraussetzungen ist nun eine Besiedlung mit "falschen" Keimen     leicht möglich - und der Entstehung eines Magenkarzinoms (Magenkrebs) Tür und Tor geöffnet.

Wenn Sie dieser Entwicklung vorbeugen wollen, dann sollten Sie      sich entsprechend ernähren, beispielsweise

- mit viel Vit.C und Vit. E (hemmt die Nitroaminbildung)

- mit viel Beta-Carotin

- mit weniger gesalzenen, geräucherten oder gepökelten Lebens- mitteln

- und einer guten Lebensmittelhygiene.

Und selbst wenn der Operateur schon hat "zuschlagen" müssen,        Sie nun mit verkleinertem Magen (Dumping-Syndrom) leben und      eine nicht gerade problemlose Ernährung bewältigen müssen, ist     eine hohe Lebensqualität immer noch zu erreichen - wenn man       weiß, wie!


Darmerkrankungen

1. Reizdarm

Darunter wird eine allgemeine Funktionsstörung des Verdauungs- traktes verstanden. Die häufigstsen Symptome sind

- Stuhlunregelmäßigkeiten (also wechselweise Verstopfung oder Durchfall)

- Gärungs- oder Schleimstühle

- Blähungen, Völlegefühl

- Unverträglichkeiten best. Nahrungsmittel

- krampfartige Schmerzen nach Mahlzeiten bzw. Stress-Situationen

Als auslösende Faktoren werden zur Zeit eine ballaststoffarme Ernährung, Nahrungsmittelintoleranzen, Stress und seelische Kon- fliktsituationen diskutiert - eindeutige Ursachen findet man jedoch selten. Organische Erkrankungen wie die im folgenden erwähnten Krankheitsbilder CED haben ähnliche Erscheinungsformen, sie     sollten also vorab ausgeschlossen werden. All das erschwert eine erfolgreiche Therapie, da aber die Be-schwerden sehr unter-     schiedlich sind, bleiben viele individuelle Therapieansätze möglich.

2. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Zu diesen Darmerkrankungen, deren Ursachen nicht bekannt sind, zählen der Morbus Crohn und die Colitis Ulcerosa. Dietätische Maßnahmen können hier den Verlauf und den Allgemeinzustand immens beeinflussen. Wichtig ist dabei, das individuell unterschied- liche Ansprechen, das Ausmaß der Störung und ihre Folgen zu beachten.

Ernährungstherapeutisch sind beide Erkrankungen ähnlich zu behandeln. Die zu ergreifenden Maßnahmen sind dabei abhängig davon, ob Sie sich in einem akuten Schub oder in der erscheinungsfreien Remissionsphase befinden.

3. Dickdarmkrebs

Es ist naheliegend, daß die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Dickdarmkrebs spielt. Eine fettreiche und ballsttoffarme Ernährung beispielsweise stellt einen Risikofaktor dar. Es gibt aber auch gleichzeitig Nahrungsinhaltsstoffe, die eine schützende Wirkung besitzen. Und: Vorsorge treffen sollten Sie auf jeden Fall - indem Sie Verstopfungen vermeiden!