" Apfelschorle 80 kcal ... Tomatensuppe 400 kcal ... Pasta  mit Tomaten  700 kcal ... ,
  das sind 280 kcal zuviel ....!!!! "

" Das hier ist schon gar nicht drin ..., ist total verboten, nicht erlaubt ..."

" Ach, eigentlich ist mir jetzt alles egal ... "

" Diese Sch...  Fressanfälle, warum kann ich nicht aufhören! " ...

" Dieser eklige Körper, Ich hasse ihn! " ...

" Ich muß endlich was tun! " ...

" Ich gehe da mal hin ... Ich gehe nicht hin ... Ich schäme mich ..."


Essstörung - was ist das eigentlich ?

Essstörungen sind genau genommen gar keine Ernährungsstörungen,
sie sind Erkrankungen mit zum Teil gravierenden psychischen und/oder
auch sozialen Konsequenzen
.

Essgestört sind Menschen, deren Umgang mit der Nahrung einen voll-
kommen unangemessenen Stellenwert in ihrem Leben hat:

Essen wird als Problemlösung, als Ersatz für vielleicht nicht gelebte
Gefühle, als Konflikt-vermeidung oder auch als Machtmittel, vielleicht als
Strafe, als Trost oder sonsitges mehr benutzt.
Die Gedanken an das Essen -
oder, wie bei der Magersucht seine Vermeidung! - füllen einen Großteil des
Tages und der Nacht
.

Unsere starke Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper -  unser unseliges
Schlankheitsideal - all das macht es uns schwer und führt zu den immer wiederkehrenden, verzweifelten Versuchen, sich diesem Ideal unter allen
Umständen anzupassen  ...  und siehe da, da man es wieder einmal
nicht geschafft hat (alle anderen schaffen  es natürlich, nur ich nicht) ...
ist die Essstörung in Form von 
Bulimie oder Magersucht u.ä. da ...

Wenn also Essen auch bei Ihnen Ihr Feind ist:

Lassen Sie sich helfen! Ich weiß, dass dieses der erste und zugleich
schwierigste Schritt ist, sich als Betroffener offen zu seiner Essstörung
zu bekennen. 

Aber: Im Nachhinein werden Sie erkennen, daß es gut tat, sich zu "outen", 
mutig dazu bekannt zu haben. Sie wissen, wie viel Anstrengung es benötigt, 
sich immer und überall verstellen bzw. verstecken müssen. Denn allein mit sich
verzweifeln Sie irgendwann an Ihrer Essstörung und Ihr restliches Selbstwert-
gefühl geht vollends zugrunde
...  

Fassen Sie sich ein Herz und nehmen Sie auf jeden Fall psychotherapeutische
Hilfe an!
 

Sprechen Sie Ihren Arzt auf eine begleitende  Ernährungstherapie an: Auch 
ich kann versuchen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Sie mit dem Essen
wieder normaler umgehen.

Und selbst wenn es eine geraume Weile dauern sollte  ...